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Kindergeld – Familienunterstützung vom Staat

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres besteht von Geburt an der Anspruch auf Kindergeld. Des Weiteren kann bis zum Abschluss des 25. Lebensjahr Kindergeld auch ausgezahlt werden, wenn sich die betreffende Person in einer Berufsausbildung befindet. In der Zeit des Wehr- oder Zivildienstes besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Das Kindergeld wird vom Staat gezahlt.

Antrag auf Kindergeld
Der Antrag auf Kindergeld wird von der zuständigen Familienkasse bearbeitet. Dort liegen auch Antragsformulare für Sie bereit. Haben Sie ihren Wohnsitz im Ausland, arbeiten aber in Deutschland – dann ist die Familienkasse im Bezirk ihrer Lohnstelle verantwortlich.

Höhe des Kindergeldes
Bis zum einschließlich dritten Kind erhalten Sie 154 Euro Kindergeld. Jedes weitere Kind erhält 179 Euro. Der Gesamtbetrag kann dann wiederum vom Erziehungsberechtigten auf die vier oder mehr Kinder aufgeteilt werden. Ab dem 18. Lebensjahr muss sichergestellt sein, dass das Einkommen der betreffenden Person nicht einen Betrag von 7.680 Euro pro Jahr überschreitet.

Wer erhält das Kindergeld?
Im Regelfall wird das Kindergeld an den Erziehungsberechtigten ausgezahlt. Im Falle der Volljährigkeit des betreffenden Kindes und einer Veruntreuung durch den Erziehungsberechtigten, kann das Kindergeld auch direkt an Kind ausgezahlt werden. Darüber hinaus müssen alle Veränderungen innerhalb der Familie, beispielsweise Antritt einer Berufsausbildung nach dem 18. Lebensjahr oder das erste Einkommen des Kindes, der Familienkasse unverzüglich mitgeteilt werden. Die Familienkasse überprüft während der laufenden Zahlungen auch sporadisch den Anspruch auf Kindergeld.

Besondere Regelungen
Befindet sich ihr Kind zwischen zwei Ausbildungen, können Sie in einer Übergangszeit von bis zu vier Monaten Kindergeld beziehen. Ab dem fünften Monat wird die Zahlung eingestellt. Bei einer Behinderung des Kindes ist keine altersmäßige Begrenzung vorgegeben. Hier kann über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld unter folgenden Voraussetzungen in Anspruch genommen werden. Die Behinderung des Kindes muss vor dem 25. Lebensjahr eingetreten sein und das Kind muss so weit eingeschränkt sein, dass es seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann.

 

Kinderzuschlag – Ergänzungshilfe zum Kindergeld

Der Kinderzuschlag ist eine finanzielle Unterstützung für Eltern, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Berechtigt sind Anspruchsteller, deren unverheiratetes Kind im gemeinsamen Haushalt lebt und das 25. Lebensjahr nicht überschritten hat. Doch aufgepasst: Wer einen Kinderzuschlag beantragen möchte, darf weder zu viel noch zu wenig verdienen!

Wer darf den Kinderzuschlag beanspruchen?
Zuständig für den Antrag auf Kinderzuschlag ist die Familienkasse der Agentur für Arbeit. Anspruch auf einen Kinderzuschlag haben Eltern, deren Einkommen zwar ihren eigenen Lebensbedarf sichert, aber nicht den der Kinder. Die Mindest- und Höchsteinkommensgrenze, die bei der Bearbeitung des Antrags geprüft werden, liegen auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II. Um den Kinderzuschlag zu beantragen, muss man bereits Kindergeld beziehen. Der Kinderzuschlag kann nur für unverheiratete Kinder unter 25 Jahren beantragt werden. Empfänger von Sozialhilfe, Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf den Kinderzuschlag.

Wie hoch ist der Kinderzuschlag?
Der Kinderzuschlag ist abhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern. Bei berufstätigen Kindern wird auch deren Besoldung mit eingerechnet. Der Höchstbetrag liegt jedoch bei 140 Euro pro Monat. Der Kinderzuschlag wird maximal drei Jahre und zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann man über einen „Kinderzuschlagsrechner“ errechnen, ob man Anspruch auf den Kinderzuschlag hat. Dafür wird der Bedarf des Haushalts festgestellt und das Einkommen und Vermögen abgefragt.

Fakten zum Kinderzuschlag
Der Kinderzuschlag wurde am 01. Januar 2005 eingeführt, um Geringverdiener davon abzuhalten, Arbeitslosengeld II zu beantragen. Alle Veränderung innerhalb der Familie muss der Familienkasse mitgeteilt werden, insbesondere Einkommens- und Vermögensänderungen. Werden Auskünfte verweigert, wird der Kinderzuschlag abgelehnt.

 

Elterngeld 

Im Jahr 2006 wurde das Elterngeld im Bundestag beschlossen und bietet seitdem jungen Familien eine finanzielle Unterstützung. Anspruch haben Eltern, die ein Kind nach dem 01.01.2007 bekommen haben. Kinder, die vor diesem Tag zur Welt gekommen sind, erhalten vom Staat Erziehungsgeld.

Besonderheiten
Das Elterngeld hebt sich durch einige Einzelheiten von dem Erziehungsgeld ab. Vor allem für überdurchschnittliche Verdiener bringt die Neuregelung einige Vorteile. Keine Einkommensgrenze verwehrt Eltern die finanzielle Unterstützung. Die Eltern erhalten sozusagen einen „Lohnersatz“, der 67 Prozent des wegfallenden Antragstellereinkommens beträgt. Bei Geringverdienern ist sogar eine Zahlung des gesamten Einkommens möglich. Es wird ein Mindestbetrag von 300 Euro ausgezahlt und nicht mehr als 1.800 Euro. Familien, die Mehrlinge bekommen, können von einem speziellen Zuschlag profitieren. Die Unterstützung wird in der Regel ein Jahr lang ausgezahlt. Die Dauer kann allerdings auf 14 Monate erhöht werden, wenn gewisse Umstände vorhanden sind.

Elterngeld-Berechtigte
Antragssteller haben einen Anspruch auf Elterngeld, wenn ihr Kind nach dem 1. Januar 2007 geboren ist. Außerdem müssen sie in Deutschland wohnen, mit dem Kind zusammen in einem Haushalt leben und es selbst betreuen und erziehen. Der Antragssteller darf keine beziehungsweise keine volle Erwerbstätigkeit (höchstens 30 Stunden in der Woche) ausüben. Bei allen zu erfüllenden Voraussetzungen gibt es jeweils Ausnahmen, die eine Antragsbewilligung noch möglich machen würden.

Motivation für die Einführung des Elterngeldes
Die Bundesregierung strebt eine „nachhaltige Familienpolitik“ an und versucht dieses Ziel unter anderem mit der Einführung des Elterngeldes zu erreichen.
Viele junge Paare tun sich heutzutage schwer, durch einen vorübergehenden Berufsausstieg ihren gewohnten Lebensstandard einzuschränken zu müssen. Hinzu kommt, dass einige zukünftige Familien auf ein Doppeleinkommen angewiesen sind.
Das Familienleben soll attraktiver gemacht werden und zwar auch für Akademikerinnen. Immer mehr Frauen streben eine berufliche Karriere an und verleihen ihrer vermeintlichen Mutterrolle nicht die höchste Priorität. Die Bundesregierung möchte auch Akademikerinnen, die durchschnittlich eine geringe Kinderanzahl aufweisen, zu der Familiengründung bewegen.

 

Erziehungsgeld – Förderung der ersten zwei Jahre

Anspruch auf die Förderung durch Erziehungsgeld haben Erziehungsberechtigte, die in den ersten beiden Lebensjahren das Kind überwiegend selbst betreuen. Anspruchsberechtigt sind im Falle einer Zustimmung der Mutter auch unverheiratete Väter. Ebenfalls kann durch die Betreuung eines Kindes des Ehegatten oder Lebenspartners sowie für adoptierte Kinder und Kinder in Adoptionspflege der Bedarf geltend gemacht werden. Ausgenommen sind Pflegekinder.

Antrag
Der Antrag auf Erziehungsgeld muss schriftlich bei der zugewiesenen Erziehungsgeldstelle ihres Wohnsitzes eingehen. Dort erhalten Sie auch vorgefertigte Formulare. Der Antrag ist auf die Dauer von zwölf Monaten beschränkt. Das Erziehungsgeld für das zweite Lebensjahr können Sie ab dem neunten Lebensmonat beantragen. In jedem Fall wird bei einem Antrag die Geburtsurkunde des Kindes, eine Bescheinigung über das Mutterschaftsgeld und der Nachweis Ihres Einkommens verlangt.


Beschränkungen
Um Anspruch auf das Erziehungsgeld zu stellen, dürfen Sie nicht mehr als 30 Stunden Teilzeit in der Woche arbeiten. Befindet sich ein Elternteil in der Berufsausbildung, wird diese Einschränkung aufgehoben. Veränderungen müssen der Erziehungsgeldstelle umgehend mitgeteilt werden, beispielsweise bei der Aufnahme einer Vollzeitstelle. Erziehungsgeld wird mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, wenn es sich um die Förderungshilfe desselben Kindes handelt. Erhalten Sie das Mutterschaftsgeld für ein weiteres Kind, darf das Erziehungsgeld nicht an das Mutterschaftsgeld angerechnet werden. Der Regelbetrag wird über zwei Jahre (bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats), bei einer Budgetvereinbarung über ein Jahr (Vollendung des 12. Lebensmonats) gezahlt. Ist die vorgeschriebene Einkommensgrenze bei Ihnen berücksichtigt, erhalten Sie einen monatlichen Regelbetrag von 300 Euro oder den monatlichen Budgetbetrag von 450 Euro. Die zu berücksichtigende Einkommensgrenze umfasst auch Arbeitslosengeld I, Kranken- sowie Verletztengeld.


Einkommensgrenzen
Die Einkommensgrenzen werden am Jahresnettoeinkommen berechnet und lauten wie folgt:


Beispiel für ein Kind
Regelbetrag Budget
1. bis 6. Lebensmonat

Paare: 30.000 Euro 22.086 Euro
Allein erziehend: 23.000 Euro 19.086 Euro

Ab dem siebten Lebensmonat wird die Einkommensgrenze neu berechnet. Hier darf das Jahresnettoeinkommen die folgende Beträge nicht überschreiten: Paare dürfen 16.500 Euro erarbeiten, bei Alleinerziehenden liegt die Grenze bei 13.500 Euro. Können Sie diese Einkommensgrenzen nicht einhalten, wird das Erziehungsgeld im Regelbetrag um 5,2 Prozent und im Budgetbetrag um 7,2 Prozent gekürzt. Die Obergrenzen für gemindertes Erziehungsgeld liegen bei Paaren bei 22.086 Euro sowie bei Alleinerziehenden bei 19.086 Euro pro Jahr.

 

Landeserziehungsgeld – Zuschuss im dritten Lebensjahr

In den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen und Thüringen können Eltern zusätzlich zum Bundeserziehungsgeld das Landeserziehungsgeld im dritten Lebensjahr des Kindes beantragen. Diese finanzielle Unterstützung soll die Eltern unterstützen und forcieren, ihr Kind auch noch im dritten Lebensjahr selbstständig zu erziehen. Das Landeserziehungsgeld soll die dafür aufgebrachte Zeit durch ein geringfügigeres Einkommen ausgleichen.

Anspruch auf Landeserziehungsgeld
Die Voraussetzungen für das Landeserziehungsgeld sind dem Bundeserziehungsgeld ähnlich. Der Betrag ist einkommensabhängig. Eltern eines Kindes bekommen das Landeserziehungsgeld für sechs Monate ausgezahlt, während Eltern von mehreren Kindern den Betrag zwölf Monate erhalten. Den Eltern gleichgestellt sind Pflegeeltern, die ein Kind zur Adoption aufgenommen haben und Stiefmütter –oder Väter, wenn das Kind in ihrem Haushalt lebt. Der Anspruch auf das Landeserziehungsgeld beschränkt sich auf die Antragsteller, die das Bundeserziehungsgeld für 24 Monate beantragt hatten. Wer aber das erhöhte Bundeserziehungsgeld für zwölf Monate ausgezahlt bekommen hat, kann seinen Bedarf auf das Landeserziehungsgeld nicht mehr geltend machen.

Selbstständige
Die Erwerbstätigkeit darf 30 Wochenstunden nicht überschreiten. Ferner dürfen aber auch Selbstständige das Landeserziehungsgeld beantragen. Hier muss ein Eigennachweis der geringfügigen Arbeitsstunden erbracht werden und das Einkommen offen gelegt werden. Bei einer Neu-Selbstständigkeit kann durch eine Prognose des Nettojahreseinkommens ebenfalls das Landeserziehungsgeld angefragt werden.

Antrag auf Landeserziehungsgeld
Die Antragsformulare für das Landeserziehungsgeld erhält man Bürgermeisteramt beziehungsweise im Rathaus. Der Antrag auf das Landeserziehungsgeld kann frühestens ab dem 21. Lebensmonat des Kindes gestellt werden, wirkt aber höchstens sechs Monate nach dem Beginn des dritten Lebensjahres zurück.

Andere Bundesländer
In den Bundesländern Berlin und Rheinland-Pfalz haben Sie ebenfalls im dritten Lebensjahr ihres Kindes Anspruch auf das so genannte Familiengeld, was dem Landeserziehungsgeld ähnlich ist.